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Zehnmal Rot | Fast geschafft
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Aus der Traum?
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Hallberger Ringer erleiden böses 12:25-Desaster
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( 07.01.2007 )
Normal gibt es nicht. Die Historie des SV Siegfried ist voller Geschichten von unglaublichen Siegen und unvorstellbaren Rückschlägen. Am Samstag erlitt man mit einem 12:25 in Witten eine der peinlichsten Pleiten aller Zeiten. Der Mitfavorit um die deutsche Meisterschaft ist zu 98 Prozent weg vom Fenster. Nun muss man Witten mit 14 (!!!) Punkten kommenden Samstag im Rückkampf besiegen.
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Beim ersten Duell um Platz eins in der Zwischenrunde gaben die Siegfrieds viermal vier Punkte ab. Ein Vierer war unvermeidbar, der Rest eine einzige Peinlichkeit. Für die Gewichtsklassen bis 60 und 66 Kilo Griechisch stand man blank da. Kwit und Nyblom sind verletzt, Jarkko Ala-Huikku war beruflich verhindert. Deshalb gab es bis 66 Kilo mit Nachwuchsmann Ergün Aydin den verschenkten Vierer, der nicht zu vermeiden war.
Aber dafür haben drei Deppen den Kampf verloren:
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1. Gergö Wöller:
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Der Ungar war 100 Gramm zu schwer. Hinter dem harmlosen Stichwort Übergewicht steckt eine Kette der Unfähigkeit. Bei der Probe vor dem Wiegen war Wöller 200 Gramm unter dem Maximum, auf der Waage ließ er seine dicken Socken an und das waren die 100 Gramm zu viel. Wöller verließ die Waage, zog die Socken aus und das Gewicht stimmte. Nur darf man laut Regelwerk die Waage nur einmal betreten. Hätte Wöller die Socken auf der Waage stehende ausgezogen, würde alles passen. Ganz Hallbergmoos pennte und statt einem einkalkulierten 3:0-Sieg stand ein 0:4. Nur dieser Kampf würde bedeuten, dass das Endergebnis statt 12:25 15:21 lauten würde.
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2. Bartolomiej Bartniki:
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Der Pole hatte fast alles richtig gemacht. Mit 3:0 und 5:0 siegte er in den ersten beiden Abschnitten souverän, führte auch in der dritten Runde 1:0. Dann passte Bartnicki einen Moment nicht auf und das war der Tod: Schulterniederlage! So etwas darf nicht passieren. Absicht war es jedenfalls nicht, weil der polnische Neuzugang weinend in der Ecke saß. Spinnt man die Theorie des normalen Kampfes weiter, würde nach dem Wöller-Sieg aus einer 15:21-Niederlage ein 18:17-Sieg werden.
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3. Lernik Vanjan:
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Er musste im ungewohnten freien Still ran und wurde nach dreimal Beinarbeit bei der Abwehr disqualifiziert. Die erste Runde gewann er und danach sollte er sich nur noch werfen lassen. Dies hätte ein 1:3 bedeutet, so endete der Kampf 0:4. Ein taktisches Debakel.
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Jetzt braucht der SV Siegfried sein x-tes Wunder
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Witten musste nur zwei Kämpfe sportlich gegen Top-Leute gewinnen. Adam Juretzko machte Alex Kazakevic locker mit 3:0 fertig und der taktisch klug ringende Mirko Englich bezwang Punktegarant Mindaugas Mizgaitis.
Aber genau in der Tatsache, dass man nur zweimal sportlich in Top-Duellen verloren hat, liegt die Hoffnung auf das Wunder von Hallbergmoos. Diese Wittener Mannschaft vom Samstag ist zu packen, aber man muss nicht gewinnen. Man muss mit 14 Punkten Differenz siegen. Der in Hallbergmoos gebliebene Siegfried-Chef Sepp Niedermair setzte am Samstag schon alle Hebel in Bewegung. Hallbergmoos wird die Bestformation XXL organisieren. Der Vorsitzende fleht schon jetzt die Fans an, in diesem Kampf den elften und zwölften Mann zu geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass in Hallbergmoos Unvorstellbares passiert…
Nico Bauer
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Die Kampfergebnisse im Einzelnen:
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55 fr
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Thomas Sedlmeier - Stoiko Russev
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3:2 (0:2, 7:0, 1:1, 0:2, 1:0)
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120 gr
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Mindaugas Mizgaitis – Mirko Englich
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0:3 (1:2, 1:1, 1:2)
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60 gr
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Lernik Vanjan – Aleksandr Kostadinov
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0:4 (Disqualifikation 3 Verwarnungen)
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96 fr
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Bartolomiej Bartnicki – Tomasz Janiszewski
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0:4 (3:0, 5:0, 1:0 Schulterniederlage)
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66 fr
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Gergö Wöller – Akaki Kuntchulia
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0:4 (Übergewicht)
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84 gr
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Laimutis Adomaitis – Ari Pekka Haerkaenen
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3:1 (2:3, 6:0, 6:0, 5:0)
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66 gr
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Ergün Aydin – Sylvester Charzewski
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0:4 (0 :6, 0 :5, 0 :5)
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84 fr
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Felix Polianidis – Peter Kasabov
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3:0 (3:1, 2:0, 2:1
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74 fr
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Akos Wöller – Fatih Sirin
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3:0 (5:1, 2:2, 4:2)
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74 gr
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Aleksandr Kazakevic – Adam Juretzko
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0:3 (1:3, 0:3, 1:1)
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