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Hinrunde der Siegfrieds | Siegfriedringer sind wieder erstarkt  

Hallberger Ringer wollen Fans zurückgewinnen

100 Prozent Siegfried

(21.08.2010)

Die Ringersaison begann mit einem Paukenschlag für den SV Siegfried Hallbergmoos. Die Bundesligaathleten gerieten zum Start in Frankfurt/Oder in einen Megastau mit Autobahn-Vollsperrung. Dadurch kamen die Siegfrieds 15 Minuten zu spät zum Wiegen und verloren in erster Instanz 0:40. Aber es gibt noch Hoffnung.

Nach der verspäteten Ankunft des Trosses aus Hallbergmoos ging alles seinen gewohnten Gang und der Kampf startete auch pünktlich um 19.30 Uhr. Hier gab es sieben Siege für den Gast, der recht ungefährdet ein 24:16 brachte. Doch erst einmal steht ein 40:0 für die Frankfurter zu Buche.

Der SV Siegfried hat umgehend Protest eingelegt und dieser hat recht gute Aussichten auf Erfolg. Mit einem Beleg von einer Rastpause vor der Vollsperrung kann der SV Siegfried beweisen, dass sich die Mannschaft rechtzeitig auf den Weg machte. Auch die Vollsperrung kann belegt werden. Im vergangenen Jahr bekamen in einem ähnlichen Fall zu spät gekommene Ringer nachträglich die auf der Matte erkämpften Punkte zugesprochen.

Am heutigen Samstag steigt der erste Heimkampf gegen den SV Luftfahrt Berlin (19.30 Uhr, Hallberghalle). Hier bekommen die Fans nach sechs Abgängen und sechs Zugängen einen runderneuerten Kader präsentiert. Dabei legte der Verein wert auf die Verpflichtung junger deutscher Ringer, die sich auch voll mit dem Verein identifizieren. Lex betont, dass es Alibiringen zum Geldabholen nicht mehr gebe.

In der vergangenen Saison erweckte der eine oder andere fremde Ringer den Eindruck, nicht mit vollem Einsatz auf die Matte zu gehen. Das wiederum hatte zur Folge, dass die Zuschauerzahlen auf 250 bis 300 drastisch absackten. Der SV Siegfried möchte nun mit dem neuen Kader die Fans zurück in die Halle locken und an die Sahnejahre 2006 bis 2008 anknüpfen.

Die neue Mannschaft verspricht nicht nur mehr Leidenschaft, sondern auch mehr sportliche Qualität. Das Ziel für die Punktrunde der Bundesliga Ost lautet nicht einfach nur, einen der vier Plätze für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu belegen. Wolfgang Lex ernennt den ersten oder zweiten Platz zum Ziel. Hier sieht er seine Mannschaft wieder auf Augenhöhe mit Wacker Burghausen und auch das Starensemble aus Luckenwalde muss in der XXL-Aufstellung nach Hallbergmoos fahren, um sich die Punkte zu sichern.

Nico Bauer




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