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Standhafte Riesen | Aus der Traum?
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Zehnmal Rot
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SV Siegfried vernichtet Mömbris mit 31:4
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( 22.10.2006 )
Nein, Mömbris mag man nicht. Gegen diesen Verein, mit dem es schon immer mal wieder kleinere und größere Konflikte gab, reicht es dem SV Siegfried nicht mehr nur zu siegen. Da soll das Maximum her und das gab es am Samstag mit unglaublichen Ausmaß. In den zehn Kämpfen des deutschen Vizemeisters gegen einen Vorjahreshalbfinalisten kam der Sieger zehnmal aus Hallbergmoos. 31:4 hieß das Resultat eines historischen Triumphes, mit dem der SV Siegfried die Antwort für den Wiegeskandal von 2001 gab.
Damals legte Mömbris nach einem Siegfried-Sieg Protest ein mit dem skurrilen Ergebnis, dass sich der Schiedsrichter Tage später daran erinnerte, dass Juha Ahokas doch ein paar Gramm zu schwer war. Am grünen Tisch drehte sich das Ergebnis und seither hatte in Hallbergmoos nie jemand Schwierigkeiten bei der Äußerung der Wunschgegner für die Playoffs. Nur nicht Luckenwalde oder Schifferstadt war die eine Bitte und am liebsten wollte man Mömbris. Denn die offene Rechnung hat man nicht vergessen.
Und nun fünf Jahre später kam die Möglichkeit. Klar war deshalb schon im Vorfeld, dass man richtig gut aufstellen würde. Der besondere Gast im Siegfried-Team war das griechische Wunderkind Apostolos Taskoudis. Ein Sieg war klar und der Vorsitzende Sepp Niedermair zeigte deutlich, dass er ohne Gnade alles gewinnen will, was es an dem Abend zu gewinnen gab.
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Die Fragen für die Tabelle waren wie schon in Anger und Burghausen zur Pause beantwortet. Da stand es nach fünf absolut ungefährdeten Siegen der Siegfrieds 15:2. Und sogar das 15:0 war möglich. Mindaugas Mizgaitis war sich einen Moment zu sicher und gewann „nur“ 3:1. Hakan Nyblom wurde auch überrascht und verlor den ersten Abschnitt. Doch der Däne antwortete Benjamin Hoffmann dann brutal. Mit 6:0, 5:1 und 5:0 antwortete er mit 100 Prozent und keiner Gnade.
Eng wurde es in den Duellen sieben bis neun. Doch auch Jarkko Ala-Huikku ist heuer ein Siegringer. Der oft so glücklose Finne hat einen Sprung gemacht und setzte sich in einem reichlich unsauberen Duell mit Kopfstößen fast im Sekundentakt 3:1. Das war die erste richtige Überraschung, nach der es 21:3 hieß.
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Polianidis: Wundertraining in Freising
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Und dann kam Felix Polianidis. Der zypriotische Grieche hatte zwei große Koffer voller Druck dabei, denn um ihn gab es viel Trouble. Erst rastete er in Burghausen aus nach seinem zweiten Grottenkampf in Serie. Und dann fehlte er im Training. Montag, Dienstag und Freitag kam der Vorsitzende Sepp Niedermair umsonst in die Halle, um mit seinem Sorgenkind zu sprechen. Felix Polianidis ließ verlauten, dass er die Woche in Freising trainiere, weil er sich so schäme. Nach diesem Chaos war klar, dass der Haussegen gewaltig schief hängen würde, wenn gegen Mömbris nichts kommt. Felix Wissel war auch der stärkste seiner drei bisherigen Bundesliga-Gegner. Man rechnete mit einer Niederlage, aber auf das Wie kam es an.
Am Ende stand der Mömbriser im falschen Film. Mit 3:1, 6:0 und 3:1 vernichtete ihn Polianidis wie einen Schulbub. Es war zwar noch sichtbar, dass der Grieche sicher noch nicht die Kondition für fünf harte Runden hat, aber in drei Durchgängen war er Weltklasse. Mit dieser Antwort hat niemand gerechnet. Nun dürfte sich Polianidis auch wieder zum Training in Hallbergmoos trauen.
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Als das Wunderkind siegte,drehte Mömbris durch
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Den totalen Triumph machte dann das griechische Wunderkind Apostolos Taskoudis perfekt. Im ersten Part schaute er sich den deutschen Meister Peter Weisenberger an und dann kamen in den Runden zwei und drei zu Beginn unglaubliche Aktionen. Der Grieche führte bei seinem Comeback 2:1 und dann auch in Durchgang vier mit 2:0.
Das war allerdings höchst umstritten. 50:50 war nach dem 1:0 die Entscheidung für den Mattenleiter. Nachdem er Taskoudis den Zähler gab, tickten die Gäste völlig aus. Zuerst gab es die gelbe Karte für die Trainer, dann Rot und Disqualifikation für Ringer Weisenberger, dem die Lust vergangen war. In einem Handgemenge kämpfte er dann gegen den Hallbergmooser Trainer Mahmoud Karimi weiter, nachdem sich zuvor schon Bengt Tragesen mit Präsentation seiner beiden Mittelfinger von den Siegfried-Fans verabschiedete.
Hallbergmoos und Mömbris – Freunde werden sie NIE.
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Ergebnisse
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55 fr: Thomas Sedlmeier – Tahir Zaidov 3:0 (5:1, 1:0, 3:0) 120 gr: Mindaugas Mizgaitis – Marek Mikluski 3:1 (3:0, 1:1, 0:2, 2:1) 60 gr: Hakan Nyblom – Benjamin Hofmann 3:1 (1:2, 6:0, 5:1, 5:0) 96 fr: Bartolomiey Bartnicki – Plamen Pascalev 3:0 (1:0, 6:0, 1:0) 66 fr: Gergö Wöller – Tobias Vogt 3:0 (2:0, 3:0, 6:0) 84 gr: Laimutis Adomaitis – Michael Carl 3:0 (2:0, 4:0, 2:0) 66 gr : Jarkko Ala-Huikku – Bengt Tragesen 3 :1 (1:1, 1 :1, 2 :1, 4 :2) 84 fr: Felix Polianidis – Felix Wissel 3:0 (3:1, 6:0, 3:1) 74 fr: Apostolos Taskoudis – Peter Weisenberger 4:0 (0:2, 3:1, 3:2, Disqualifikation bei 2:0) 74 gr: Valdemaras Venckaitis – Philipp Wissel 3:1 (6:0, 2:1, 1:2, 3:0)
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