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Grundschule verabschiedet zwei Lehrer

Mit viel Schwung in den Ruhestand

(31.07.2010)

Am vergangenen Freitag begannen für die Hallbergmooser Schülerinnen und Schüler endlich die lang ersehnten und meist auch wohlverdienten Sommerferien. Auch für zwei Lehrkräfte hieß es Abschied nehmen – mit dem Unterschied, dass Annelies Krauss und Johann Hoffelner nicht nur in die Sommerferien, sondern gleich in den Ruhestand gehen. Am vergangenen Mittwoch verabschiedete Rektor Hans Hanrieder die zwei beliebten Lehrer. „Ich verliere beide ungern“, bedauerte er ihren Abschied aus den Schuldienst. Immerhin kennt sie Hanrieder schon seit seiner Jugendzeit.




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Und ab geht’s in die lebenslangen Sommerferien: (von links) Rektor Hans Hanrieder verabschiedete Annelies Krauss und Johann Hoffelner aus dem Schuldienst.




„…und dann sind 18 Jahre draus geworden“

Der Erstkontakt zu Annelies Krauss hatte Hanrieder dem Schulbus zu verdanken: Dort stieg er in Dietersheim zu und in Hallbergmoos dann Krauss, um anschließend zu verschiedenen Gymnasien zu fahren – er in das Camerloher-, sie in das Josef-Hofmiller-Gymnasium. Nach dem Abitur 1968 studierte Krauss drei Jahre lang an der Pädagogischen Hochschule in München auf das Grund- und Hauptschullehramt.
Ihre erste Stelle trat Krauss in Röttenbach/Mittelfranken an. Nach weiteren Stationen in Gundelfingen, Wartenberg und Langenbach widmete sie sich zwölf Jahre lang der Erziehung ihrer drei Kinder. Eigentlich wollte sie dann auch gar nicht mehr zurück in den Schuldienst, bis das Schulamt sie mit einem Anruf innerhalb der Ferien auf den Boden der Tatsachen zurückholte und sie zudem von ihrer Schwester überredet wurde. Eigentlich wollte Krauss nur für ein Jahr zurückkehren – „und dann sind 18 draus geworden“.
Vor ihrem Wiedereinstieg sie sogar extra einen Motivationskurs für Frauen über 35 – „sonst hätte ich mich das gar nicht getraut“. Als Bedingung für ihren Wiedereinstieg setzte sie durch, dass sie unbedingt in Hallbergmoos arbeiten möchte, „da ich hier den Rektor kenne“.




„Immer noch peinlich, sie nicht erkannt zu haben“

Bis zum Jahr 1992, als sie dann schließlich vor der Türe der Hallbergmooser Schule stand, hatte die Lehrerin keinen Kontakt mehr zu Hans Hanrieder. Was zu einer für ihn unangenehmen Situation führte: „Ich habe sie nicht erkannt, und das ist mir heute immer noch peinlich“, so Hanrieder.
In ihrer Zeit an der Hallbergmooser Schule unterrichtete die heute 62-Jährige erste und zweite Klassen und hatte viel Freude daran. Inzwischen genießt sie dann aber doch mal ganz gern die Ruhe und freut sich darauf, im Ruhestand sich ausgiebig um Haus und Garten kümmern zu können. Mehr Zeit will sie auch mit den Enkelkindern verbringen.




20 Jahre getrennter und 20 Jahre gemeinsamer Weg

Ebenfalls aus seiner Jugendzeit kennt Rektor Hanrieder schon Johann Hoffelner. Beim Fußballspielen lernten sie sich kennen, besuchten zudem beide das Camerloher Gymnasium in Freising und machten im Jahr 1967 zusammen Abitur.

Anschließend trennten sich die Wege: Hoffelner absolvierte nach seiner Zeit bei der Bundeswehr ebenso wie seine Kollegin Annelies Krauss drei Jahre Studium an der Pädagogischen Hochschule in München. Im Frühjahr 1972 begann er seinen Dienst in Eglkofen bei Vilsbiburg, bis der heute 63-Jährige nach Stationen in Landau an der Isar, Freising und Au in der Hallertau schließlich 1990 an der Volksschule in Hallbergmoos landete.

Hier unterrichtete er dritte und vierte Klassen und beobachtete immer wieder gern, welche großen Fortschritte die Kinder genau in dieser Altersstufe machen.
Seinen Ruhestand möchte Hoffelner vor allem zu Fußball schauen, Radl fahren und schwimmen am Pullinger Weiher nutzen. Auch seine Familie mit drei Töchtern und zwei Enkelkindern, kann sich nun über mehr gemeinsame Zeit freuen.

Bei ihrem Abschied bekundeten Annelies Kraus und Johann Hoffelner, dass ihnen in Zukunft nun vor allem das Lehrerkollegium und der Rektor fehlen werden – und das wird sich ganz sicher auf Gegenseitigkeit beruhen.

Cornelia Schröter




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