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Sucht-Fortsetzung  

Hannawalds Würfel

Gibt es schon wieder eine neue Fassung von Monopoly? Nein, aber beim Brettspiel RTL Skispringen gibt es schon gewisse Ähnlichkeiten zu dem Klassiker der Familienspiele. Das neue Produkt aus dem Hause Hasbro ist aber wahrlich keine Kopie, sondern eine absolut überzeugende und witzige Weiterentwicklung einer Brettspielidee Marke Monopoly.




Der Spieler eilt rund eine halbe Stunde lang über das Brett, mit dem Ziel, den Weltcup der Skispringer zu gewinnen. Der wichtigste Part sind die Schanzenkarten, die man kauft und bei denen der Besitzer von den restlichen Mitspielern bei Springen Teilnahmegebühren kassieren kann. Anfangs fehlt einem aber meistens das Geld zum Schanzenkauf, dessen Kosten im weiteren Verlauf des Spiels wieder reingeholt werden. Nur spielt das Geld am Ende keine Rolle mehr, davon hat jeder Teilnehmer mit zunehmender Dauer genug.




Aber es geht hier ja nicht darum, reich zu werden. Vielmehr muss man sich für die Springen eine gute Ausgangslage schaffen. Auf Shop-Felder kann man Ausrüstung kaufen, zudem besteht die Möglichkeit, beim bezahlten Training die eigenen Werte nach oben zu treiben. Aus den Trainings- und Materialwerten ergibt sich dann wiederum eine Punktzahl, nach denen sich die Anzahl der zu benutzenden Würfel beim Springen richtet. Je mehr Würfel man hat, desto größer ist natürlich auch die Chance auf eine hohe Weite (=Augenzahl der Würfel).

Nur hat es eben auch einen Haken, wenn man die maximalen fünf Würfel benutzen darf. Bei zweimal der „Eins“ gilt der Sprung als gestürzt, bei Pech und drei Einsern muss man einen Teil der Ausrüstung auch wieder abgeben. Diese Regel sorgt dafür, dass im Gegensatz zu dem vergleichbaren Monopoly der Sieger nicht schon nach der halben Spieldauer praktisch feststeht.

RTL Skispringen ist eine witzige und gut umgesetzte Idee. Es ist ein Spiel für die ganze Familie, dass auch so schnell nicht langweilig wird.

Nico Bauer