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Der Nachbar darf weiter läuten | Gezielte Tauchfahrt  

Angst vor dem Zahlen

Kollmannsberger wundert sich über Haushaltsproblem

( 19.11.2004 )

Man beobachtet Einsicht bei denen, die im Streitfall die Mehrheit haben. Das war die wichtigste Haushaltserkenntnis, die die Vertreter der Einigkeit bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend unterbreiteten. Vorsitzender Herbert Kollmannsberger machte bei den Freien Wählern die „Angst vor dem Bezahlen“ aus und äußerte mit dem Blick auf größere Nachbargemeinden, wie Hallbergmoos mit deutlich mehr Steuereinnahmen seinen Haushalt nicht ausgleichen könne.

Kollmannsberger betonte, dass die Situation in Hallbergmoos eigentlich gut gehen müsste aufgrund immer noch recht hoher Gewerbesteuereinnahmen. Er verwies darauf, dass man in einer größeren Gemeinde (Neufahrn, Anm. d. Red.) diskutiere, ob man bei den Einnahmen mit 1,2 oder vielleicht doch 1,4 Millionen planen dürfe. Hallbergmoos reichen sechs Millionen nicht, während das mit 13.000 Einwohnern deutlich größere Eching durch acht Millionen Steuern seinen Verwaltungshaushalt ausgleichen könne. Fazit Kollmannsberger: „Die Ausgaben sind uns schon aus dem Ruder gelaufen. Es wird nun Jahre dauern, bis wir die wieder eingefangen haben.“




Rätselraten über Sepp Fischer

Die Unstimmigkeiten zwischen den beiden Feuerwehren war das Thema für Goldachs Kommandant Helmut Ecker. Der betonte noch einmal, dass er derzeit seinen Hallbergmooser Kollegen Sepp Fischer nicht ganz verstehen kann. Ursprünglich war man sich nach einer Absprache einig, für rund 270.000 Euro ein neues Fahrzeug zu kaufen. Nun aber sollten in den Haushalt 350.000 eingestellt werden und das wäre bei der Ausrüstung für Ecker eine Doppelbeschaffung der beiden Wehren. Ihm kam dann auch der Spruch „Es kann nicht sein, dass so ein Auto in Goldach steht und bei uns nicht“ zu hören, „da hat es mich dann zerrissen.“ Bürgermeister Klaus Stallmeister ordnete ein Gespräch der beiden Kommandanten an, doch seither gab es von Fischers Seite keine Kontaktaufnahme mehr.




Kein Interesse an Einsparungen

Natürlich darf es keine Versammlung der Einigkeit geben, ohne das Extremsportler Klaus Gassner auf den Stand beim Sportpark eingeht. Der Brauch wurde auch diesmal aufrecht erhalten und Gassners Thema war vor allem das Tennishaus, bei dem der Einigkeit-Antrag mit einem Einsparpotential von 200.000 Euro böse abgeschmettert wurde. „Schade, dass man an so Einsparungen nicht interessiert ist“, sagte Gassner. Heuer habe man mit den Baumaßnahmen noch nicht begonnen, „also haben die Tennisspieler noch ein weiteres Jahr mit Container und Dixi-Klo.“




"Wir fangen die Gemeinderäte schon wieder ein"

Der Ausraster von Karl-Heinz Bergmeier war dann noch ein Punkt zu dem Kollmannsberger etwas zu sagen hatte. Er verwies darauf, wie ihm und Theo Schröckenbauer die Verbreitung von Unwahrheiten unterstellt wurden. Bergmeiers „Lügner“ sieht er im gleichen Topf: „Was ist der Unterschied zwischen Lüge und Unwahrheit? Richtig, das zweite ist eleganter.“ Man brauche keinen Ehrenkodex mit Verhaltensregeln für den Gemeinderat, sondern eher solche Regeln für den Bürgermeister. „Wenn sich bei den Gemeinderäten mal einer daneben benimmt wie der Heinz, dann pfeifen wir den schon zurück...“

Nico Bauer




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