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Ein bitteres Break

Pfusch beim Bau der neuen Tennisplätze

( 20.02.2005 )

Der VfB verlässt den neuen, hypermodernen Sportpark, um auf seine alten, sanierungsbedürftigen Plätze zurück zu kehren. Was wie ein ganz dummer Witz klingt, ist derzeit Plan B in der Schublade der Tennisabteilung des VfB Hallbergmoos und im Rathaus das schlimmste anzunehmende Horrorszenario. Bei der Errichtung der Tennisanlage wurde von einer Firma gepfuscht und jetzt ist es höchst fraglich, ob man die Plätze bis zum Saisonstart im Frühling reparieren kann.

Das Problem ist die Schicht unter der Platzoberfläche, die locker und wasserdurchlässig sein sollte. Sie ist es aber nicht aufgrund einer falschen Mischung des Materials und deshalb steht bei Niederschlägen sofort das Wasser auf fast allen Plätzen. Die sind nun so gut wie unbespielbar.

Nach außen hin nimmt man es locker beim VfB. „Die Plätze sind schuld an unseren zwei Abstiegen in der letzten Saison“, witzelt Tennis-Abteilungsleiter Horst Rosenthal. Aber er lobt die Gemeinde auch: „Architektonisch ist das eine Traumanlage, nur technisch ist sie nicht gut.“

Für die Gemeinde Hallbergmoos wäre die Rückkehr der Tennisspieler auf ihre alten Plätze zweifelsohne eine Peinlichkeit erster Klasse, deshalb möchte man den Schaden so schnell wie möglich beheben. Das ist aber auch nicht so leicht möglich, weil man sich bereits in einem etwas komplizierten gerichtlichen Streitverfahren befindet mit der beauftragten Firma. Das Unternehmen, das bei der Ausschreibung den Zuschlag bekam, weist jede Schuld von sich, weil man die mangelhaft ausgeübte Arbeit weiter vergeben hat. Nur hat Hallbergmoos gegen die Firma keine rechtlichen Möglichkeiten mangels entsprechender Verträge.

Die Behebung des Schadens ruht nun so lange, bis der Gutachter des Gerichts in Hallbergmoos zu Gast war und die Plätze im Sport- und Freizeitpark untersucht hat. Bürgermeister Klaus Stallmeister plant, direkt nach der Untersuchung den Schaden beheben zu lassen, damit die Plätze im Frühjhar hundertprozentig bespielbar sind.

Danach geht die gerichtliche Auseinandersetzung weiter. Die Richter müssen dann entscheiden, ob die bei der Ausschreibung siegreiche Firma die Kosten der Maßnahme tragen muss. Auf jeden Fall ist die Reparatur der wasserundurchlässigen ein gewaltiger Wettlauf mit der Zeit.

Nico Bauer




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